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"Wir spielen gerne Theater!"
- ohne Worte -
"Ist das schön?"
Schätze wollen gehoben werden...

Lernen die Kinder auch den Umgang mit Stiften und Schere?

Im Waldkindergarten wir genau so gerne gemalt und gebastelt, geklebt und ausgeschnitten, wie anderswo. Das geschieht am Tisch in den Bring- und Abholzeiten, also täglich. Im Winter ziehen wir uns dafür in den Bauwagen zurück, im Frühjahr, Sommer und Herbst machen wir das draußen, wenn es mild genug ist.

 

Immer nur Natur - wo bleibt die Kultur?

Im Wald gibt es mehr kulturelle Einflüsse als wir spontan vermuten: Da sind Infotafeln über Tiere im Wald, Symbole für Wanderwege, Forstarbeiter und Fahrzeuge, Holzpolter und Bachunterführungen. - Da sind die gelesenen Geschichten und die erlebten Ereignisse, die die Kinder in den Wald tragen und in Gespräche und Rollenspielen verarbeiten. - Wir machen auch Ausflüge: ins Kindertheater, zum Schmied, auf den Bauernhof, manchmal auch zu Arbeits- oder Freizeitplätzen einzelner Eltern (so zur Segelflugschule). Die Vorschulkinder nehmen teil an der Verkehrserziehung im Stadtteil, besuchen z.B. die Feuerwehr in Heiligenhaus, die Malschule in Velbert, auf dem Plan steht der Besuch einer Kunstausstellung, wir machen Ritterspiele am Schloss Hardenberg. - Da die Betreuungszeit des Kindergartens um 13.30 Uhr endet, besuchen im wesentlichen die Vorschulkinder nachmittags z.B. die Musikschule, einen Schwimmkurs u.ä.

 

Wie bereitet der Waldkindergarten die Kinder auf die Schule vor?

Auf unserem Plan stehen keine Lese-, Schreib- und Rechen-Lernprogramme. Doch natürlich unterstützen wir das Interesse der Kinder, Buchstaben lesen und schreiben, erste Rechenaufgaben lösen zu wollen. - Der Waldkindergarten schaut vor allem auf die sog. Vorläuferfähigkeiten der Kinder. Gemeint sind Grunderfahrungen, auf die sich die Kinder z.B. in der Mathematik, der Biologie, Physik und Chemie beziehen können. Wer den Bollerwagen zieht, erlebt Gesetze der Mechanik. Das Schaukeln schult den Gleichgewichtssinn, macht Luftwiderstand spürbar. Wer rennt, erlebt Wärme durch Bewegung, wer klettert erlebt Anspannung und Schwerkraft. Wer jeden Morgen die Kinder zählt und erfasst, wieviele fehlen, entwickelt ein Zahlenverständis; wer Musik macht, entwickelt Rhythmus und Struktur. usw.

 

Sind die Kinder nicht ständig erkältet?

Nein. Im Wald gibt es Viren und Bakterien in in geringer "Dichte", das ist in geschlossenen Räumen ganz anders. Das aufmerksame Einhalten der Hygieneregeln (und der Abstand der Erzieher*innen zu Eltern) unterstützt das Bewusstsein für stets präsente Erreger. Auch das haben wir gut eingespielt.

 

Was macht ihr, wenn es sehr kalt ist?

Auf die Kälte stellen wir uns ein. Die Kinder sind in mehrere Schichten "eingepackt". Bis zu max. 3 bequeme Schichten von Pullis/Jacken/Hosen aus Fleece und Baumwolle sind ein guter Schutz, die oberste ist wasser- wie winddicht. Damit kommen die Kinder auch bei Temperaturen unter null Grad gut klar, wenn wir uns ausreichend bewegen. Bewegung - das ist unser Alltag, auch das Rennen! - Bei extrem kaltem Wetter frühstücken wir im Bauwagen und gehen danach erst in den Wald.

 

Wo gehen die Kinder aufs Klo?

Sind wir am Platz, nutzen wir Kinder-Toilette und Waschraum in der Bernsmühle. An den Wald-Plätzen, wo wir den Tag verbringen, richten wir Toilettenplätze ein. Diese lernen die Kinder ganz selbstverständlich zu nutzen. Das "große Geschäft" im Wald kommt übrigens sehr selten vor.

 

Ist es im Waldkindergarten nicht viel gefährlicher als in einem Hauskindergarten?

Die Risiken im Wald sind andere als in einem Hauskindergarten. Astbruch in den Kronen, durch Pilze und Insekten geschädigte Bäume, Ufer und Brückengeländer, Wurzelteller und Giftpflanzen - all das braucht ständige Aufmerksamkeit und klare Verhaltensregeln. Ansonsten liegen die "Dinge" im Wald sowieso kreuz und quer, haben Dornen, spitze Äste, brennende Blätter. Der Waldbegegnung ist diese Widerständigkeit zu eigen. Wir nehmen die Herausforderung freiwillig an, lernen an unseren mehr oder weniger schmerzhaften Erfahrungen. Diese Risiken werden zunehmend besser erkannt und gemeistert. Diese Fähigkeit übertragen die Kinder auf andere Zusammenhänge: bei der Nutzung von Werkzeugen, im Handling mit dem Bollerwagen, beim Spielen in der Nähe des Bauwagens. - Gerade für die zuletzt genannten gibt es wie überall strenge Sicherheitsvorschriften; die Gefahrenquellen überprüfen wir regelmäßig und gewissenhaft, auch mit externer Unterstützung und Kontrolle.

 

Was macht ihr, wenn doch einmal etwas passiert?

Wir Erzieher*innen machen regelmäßig Erste-Hilfe-Schulungen (für Erzieher*innen eine Auflage!) und sind entsprechend ausgerüstet. Wir führen immer mindestens ein Handy mit, kennen die Sicherheitspunkte im Wald, so kann uns ggf. ein Krankenwagen problemlos finden.

 

Was machen diese Kinder, wenn sie in die Schule kommen? Können sie still sitzen und sich konzentrieren?

Ja, das können sie. Denn das tun sie im Kindergarten auch. Spielen, Klettern, Bauen, Vögel und andere Kleintiere beobachten, ... all das verlangt die Aufmerksamkeit der Sinne, braucht Konzentration, die Feinsteuerung der Motorik, einen ruhigen Moment. Das Einhalten von Regeln, sich einer Gruppe anzupassen und zu kooperieren, sich sprachlich mitzuteilen, das sind die Herausforderungen jeder Kindheit, ganz unabhängig von der Umgebung. auf.

 

Ist der Waldkindergarten für jedes Kind gut?

Nein. - Interessiete Familien sollten den Wert des Spielens draußen besonders schätzen und überzeugt davon sein, dass es ihrem Kind gut tut. - Und: Nicht auf alle Kinder wirkt die Weite und Offenheit der Waldumgebung entspannend. Für diese Kinder ist der Waldkindergarten nicht das Richtige, manche brauchen eher einen offensichtlichen Rahmen, dann können Wände, ein Hauskindergarten die bessere Wahl sein.

 

Gibt es im Waldkindergarten auch Medien?

Unsere kleine Bibliothek für Kinder im Bauwagen wächst, es gibt Naturführer, Bilderbuchgeschichten und Vorlesebücher; ebenso Brett- und Kartenspiele, Kasper-Theater-Figuren, Musikinstrumente, usw. Neben diesen traditionellen Medien setzen wir nur gelegentlich elektronische Medien ein. Das ist Teil des Konzepts der Waldpädagogik. - Wir sehen, dass die Kinder von zuhause Smartphone, Notebook, Tablet und Co. kennen; die Eltern werden darin beraten, die Kinder in der Nutzung kritisch zu begleiten. Die Eltern, so wissen wir aus Gesprächen, schätzen gerade die medienfreie Zeit für ihre Kinder im Waldkindergarten.

 

 
 
 

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